Vier Tage und vier Höfe – mit Ziegen durch den Wald
Das Projekt „Tiere und Natur hautnah erleben“, begleitet durch Frau Swifka und Frau Götz, hätte eigentlich auch unter dem Namen „Vier Tage und vier Höfe“ laufen können.
Zusammen mit einer tollen Bande Sechstklässler*innen haben wir den Mundenhof, den Baldenweger Hof und den Schulhof unsicher gemacht. Dank der Förderung durch die Schulstiftung konnten die Kinder einen ganz besonderen Tag auf dem Glücksbringerhof in Bubenbach/Eisenbach verbringen.
Geplant war eine Ziegenwanderung – an sich schon ein besonderes Erlebnis. Dass man nebenbei aber auch etwas über die eigenen Stärken und Ängste lernt und sich die Gruppendynamik plötzlich ganz positiv verändert, war zumindest für uns sehr überraschend.
Lina und Romy Renard haben uns herzlich in Empfang genommen. Zunächst haben wir die Ziegen beobachtet, um herauszufinden, wer das Leittier ist und was Führungsstärke sowohl bei Tieren als auch beim Menschen ausmacht. Danach konnten wir uns den Tieren annähern und haben schnell gemerkt, dass das Kuschelbedürfnis auf allen Seiten gleich groß war – auch wenn der Respekt vor den großen Hörnern anfangs noch recht groß war.
Dann mussten wir überlegen, wie wir als Gruppe die Ziegen ohne Halfter, Leckerlis und Strick aus der Weide über die Straße, vorbei am leckeren Gemüsegarten bis in den Wald begleiten können. Fazit: Wir müssen spannender sein als der Rest, Sicherheit ausstrahlen, sodass die Ziegen uns vertrauen und uns als Teil der Herde folgen.
Mit ein wenig Unterstützung hat das gut geklappt, und alle sind heil im Wald angekommen. Dort konnten wir die Ziegen mit allerlei Leckereien vom Wegrand füttern und sehen, wie sich die Ziegen miteinander und mit uns verhalten. Schön zu beobachten war, wie sich die Ziegen unserem Rhythmus angepasst haben. Haben wir getrödelt, verweilten sie bei uns; sprinteten wir nach Absprache plötzlich los, liefen uns die vier Hörnerträger hinterher. Solange wir einen gemeinsamen Plan hatten, folgten uns auch die Ziegen. Ganz nebenbei wurde außerdem aus der Jungen- und Mädchengruppe ein bunt gemischter Haufen, der gemeinsam durch den Wald zog.
Viel zu schnell ging die Wanderung zu Ende, und wir konnten die Ziegen noch über die Wiese zu ihrem Bachlauf begleiten. Dabei konnten wir sehen, wie viel Platz die Ziegen haben, was eine artgerechte Haltung ausmacht, welche Herausforderungen die Ziegenhaltung mit sich bringt und wie man Naturschutz und Ziegenhaltung unter einen Hut bringen kann.
Vielen Dank für das tolle Erlebnis auf dem Glücksbringerhof!
Das sagten die Teilnehmer*innen:
„Das Schönste war, mit den Tieren zusammen zu sein!“
„Das Highlight war die Ziegenwanderung.“
„Es war besonders, dass die Ziegen komplett frei ohne Halfter mit uns gelaufen sind und wir sie so sogar über die Straße begleiten konnten.“
„Unsere Projektgruppe war toll!“
„Dass wir so viel draußen und in der Natur sein konnten, hat uns sehr gefallen.“
„Tiere und Natur hautnah erleben“ war eines der Projekte, das die Stiftung während der Projekttage aus dem Sponsoring-Paket der Sparkasse finanziert hat. Dafür bedanken wir uns an dieser Stelle sehr herzlich.
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