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Die Schülerin Lea Schillinger besuchte in den Sommerferien die Science Academy 2022

Für die zweiwöchige Science Academy des Landes Baden-Württemberg darf die jeweilige Schule nur eine Person von den Klassen 8 und 9 zusammen nominieren. Dabei muss sowohl ein Gutachten der Schule, sowie Zeugnisse, ein selbstgeschriebenes Motivationsschreiben und jegliche Urkunden/Zertifikate etc. mit eingereicht werden. Aus all den nominierten Schülern bekommen jedoch nur ca. 40 % eine Zusage, da die Plätze sehr beschränkt sind. Das alles war kein Problem, für Lea Schillinger, die jetzt die 10. Klasse des Montessori Zentrum ANGELL besucht. Die ANGELL Schulstiftung hat das sehr gerne aus ihrem Begabten-Förderungsprogramm finanziert.
Hier kommt Leas Bericht:

„Die Science Academy ist ein ansteckendes, aber harmloses Fieber!“, das war das Erste, was die Akademieleitung zu uns am Eröffnungswochenende sagte. Um ehrlich zu sein, lachte ich da noch darüber – nun glaube ich, dass ich ebenfalls infiziert bin…
Aber erst einmal, wer bin ich überhaupt und was ist die Science Academy?
Mein Name ist Lea und ich gehe nun (Schuljahr 2022/2023) in die Klasse 10b des Angell Gymnasiums. Dieses Jahr im Februar wurde ich von meinem NwT- Lehrer für die Science Academy nominiert. Die Bewerbung der Science Academy ist so aufgebaut, dass jede Schule einen Schüler/eine Schülerin entweder aus der 8. oder 9. Klasse nominieren darf. Daraufhin folgt eine Beurteilung der Schule und der Schüler/die Schülerin muss selbst noch Dokumente wie ein Motivationsschreiben, Zeugnisse und eine Kurswahl einreichen. Anfang Mai werden dann die Zusagen und Absagen verschickt, die Zusagen Quote liegt dabei bei ungefähr 40%.
Nun aber zur eigentlichen Science Academy, die Science Academy Baden-Württemberg, auch genannt Junior Akademie Baden-Württemberg, ist eine naturwissenschaftliche Sommerakademie des Landes Baden-Württembergs für die Klassen acht und neun. Sie findet in Adelsheim statt und besteht aus einem Eröffnungswochenende im Juni, zwei Wochen in den Sommerferien und einem Abschluss-Dokumentationswochenende im Oktober.
Es gibt sechs verschiedene Kurse: Mathematik/Informatik, Physik, Chemie/Pharmazie, Philosophie, Astronomie und Biologie. Jeder der Kurse besteht aus 12 Teilnehmern, sechs Mädchen und sechs Jungen, und wird von zwei Kursleitern und einem Schülermentor geleitet, wobei es sich bei dem Schülermentor immer um einen ehemaligen Akademieteilnehmer handelt, dessen Aufgabe es ist, sich vor allem um „seine Schüler“ zu kümmern.
Meine Erstwahl war Biologie, der Kurs, in dem ich auch schlussendlich landete. Wir befassten uns mit dem Weg unserer Nahrung durch unseren Körper mit der Leitfrage, wie wir aus unserer Nahrung eigentlich Energie gewinnen. Dabei war unser täglicher 5 ½ Stunden Kurs nicht wirklich Biologie, wie man es denken würde, sondern eher eine Mischung aus Medizin und Biochemie, das lag daran, dass unsere eine Kursleiterin Medizin studiert und gerade ihren Doktor schreibt und unsere andere Kursleiterin Biochemie studiert hat und ebenfalls gerade an ihrer Doktorarbeit schreibt.
Das bot uns nicht nur Fachwissen aus erster Hand, sondern auch Möglichkeiten wie an einem Fluoreszenzmikroskop zu mikroskopieren (ein Fluoreszenzmikroskop ist ein zehntausend Euro Mikroskop, das auf dem physikalischen Effekt der Fluoreszenz beruht und eine besondere Form der Lichtmikroskopie ist) oder mit speziellen Stethoskopen unsere Darmgeräusche und Herzschläge abzuhören – wir alle bekamen beim ersten Mal einen halben Hörsturz, da sie so extrem gut Geräusche hörbar machten und nichts mit den Stethoskopen aus den Arztkästen unserer Kindheit zu tun hatten.
Neben dem praktischen Teil im Labor, zum Beispiel Glucose Tests, ph-Versuche und Niere sezieren, gab es selbstverständlich auch einen theoretischen Teil. Dazu gehörten zum einen die Präsentationen über die einzelnen Organe, die wir vor der Akademie in Gruppen erarbeitet hatten, aber auch Themen wie die Energiegewinnung, die in dieser ausführlichen Weise nicht einmal beim Abitur durchgenommen werden.
Nach einer Woche in der Akademie gab es den sogenannten Rotationstag, an dem jeder Kurs den anderen Kursen in einer kurzen Präsentation vorstellte, was man bis jetzt durchgenommen und sich erarbeitet hatte. Am letzten Akademietag folgte dann die Abschlusspräsentation.
Neben dem Kurs gab es jeden Tag auch zwei KüA Schienen eine am Mittag und eine am Abend. KüA steht für kursübergreifendes Angebot, man kann sie also eigentlich als AGs bezeichnen. Das Angebot ging von Back KüAs, Origami KüAs, Volleyball und Tanz bis hin zu Orchester, Theater und Blutabnehmen an einem künstlichen Oberarm – für jeden war was dabei.
Der Wandertag, das lustige Sportfest, die Nachtwanderung und der Grillabend, sorgten neben den KüAs dazu bei, dass man nicht nur die Teilnehmer aus seinem Kurs, sondern auch die aus anderen Kursen besser kennenlernte. Das half mir besonders, da ich wegen einer Covid 19 Erkrankung erst drei Tage später anreisen konnte und zuvor „nur“ online dazu geschalten wurde. Aber schon nach einem Tag hatte ich meinen Platz in der Gruppe gefunden.
Zurückblickend kann ich nur sagen, dass es keine Worte gibt, um zu beschreiben, wie schön und prägend die Zeit in Adelsheim war!
Keine Worte wie viel ich theoretisch, praktisch und menschlich gelernt habe. Keine Worte, wie viel mir all die Menschen bedeuten, die ich dort kennengelernt habe und gefühlt schon viel länger kenne als zwei Wochen. Und keine Worte für wie viel Spaß ich hatte zwei Wochen lang an einem Thema zu forschen, das mir nun noch mehr Spaß macht als je zuvor, zusammen mit Gleichaltrigen, die meine Begeisterung teilen.
An dieser Stelle vielen Dank an die ANGELL Schulstiftung, die mir all das ermöglicht hat!

 

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